37.000 Dateneingaben in einer Sommersaison: vionmo und das Guest Mobility Ticket in Salzburg

Projekteinblick: Salzburger Verkehrsverbund · Impact-Messung und Besucherlenkung (Stand September 2026)

links im Bild: Das Pop-Up des Verkehrsverbunds auf der Seite www.guestmobilityticket.at - einer der stärksten Kanäle für Dateneinträge im Sommer 2026 in ganz Österreich.
Von der Informations-Website gelangt der Gast direkt in die spielerische vionmo-Befragung, während er/sie sich ohnehin Gedanken über die Mobilität vor Ort Gedanken macht.

Angefangen hat das Projekt mit einer Frage, die der Salzburger Verkehrsverbund beantworten musste: Was bringt das Guest Mobility Ticket?
Ein Ticket, das Urlaubsgäste über ihre Unterkunft bekommen und mit dem sie öffentlich unterwegs sind, klingt nach einer guten Idee. Ob Gäste deshalb das Auto stehen lassen, stand nirgends geschrieben. Und was das Ticket für das Tourismusland Salzburg wert ist, war eine Vermutung.

Heute liegen über vionmo erstmals Zahlen vor.

über 37.000
Dateneingaben in einer Sommersaison zur Gästemobilität: woher komme ich, was führt mich her, mit wem und wie bin ich unterwegs.

rund 100
hinterlegte Aktivitäts-Empfehlungen, die je nach Eingabe der Reisenden ausgespielt werden.

unter 2 Wochen
Umsetzungszeit für neue Feature-Wünsche und Anpassungen, die auf Kundenseite aufgekommen sind.

Wo die Daten entstehen

Der Hauptkanal ist die Website guestmobilityticket.at. Dazu kommen weitere digitale Wege: die Mail zum digitalen Ticket und, je nach Region, die Gäste-App. Analog haben wir parallel gearbeitet, mit Aufstellern und Visitenkarten in den Hotels und mit eigenen Aktionstagen im Skigebiet Snow Space, bei denen wir die Gäste direkt vor Ort angesprochen haben.

Was alle Kanäle verbindet: Es steht niemand mit Klemmbrett am Bahnsteig, und kein Betrieb muss Personal abstellen, weder für die Erhebung noch für die Auswertung. Die Angaben entstehen am Handy des Gastes. Die Auswertung läuft vollautomatisiert, die Interpretation übernimmt das vionmo Team mit seiner Erfahrung und überregionalen Marktkenntnis.

Dabei liefern nicht alle Kanäle gleich viel. Digitale Kanäle bringen Datensätze, Vor-Ort Aktionen bringen vor allem Sichtbarkeit für das Ticket, Sensibilisierung  und die Erhebungsaktion. Beides hat seinen Wert. Es sind aber zwei verschiedene Dinge, und wir haben in diesem Projekt gelernt, sie auseinanderzuhalten. Mit jedem Projekt und Erhebungskanal können wir unseren Kund:innen besser sagen, welcher Kanal sich als Datenernte rechnet und welcher eher eine Marketingmaßnahme ist. Das ist inzwischen einer der ersten Punkte, die wir in der Projektplanung mit Kund:innen durchgehen.

Dass Menschen die zwei Minuten und Ihre Daten hergeben, hat einen Grund. Am Ende sieht der Gast sein eigenes Ergebnis: wie viel CO₂ seine Anreise und seine Wege vor Ort verursacht haben, im Vergleich zur Autoanreise. Für den Gast ist es ein Zusatzangebot insbesondere seit der Neuerung siehe unten. Die Daten entstehen nebenbei.

Zwei Fragen, die wir gleichzeitig beantworten

Das Guest Mobility Ticket als Klimaschutzmaßnahme: Wir berechnen die Zahlen, die in offizielle Präsentationen und Stellungnahmen eingehen. Welche Wege wurden verlagert, welche Distanzen wurden öffentlich statt mit dem Auto zurückgelegt, wie viele Tonnen CO₂-Äquivalent bleiben dadurch aus. Anreise und Vor-Ort-Mobilität sind bei jeder Destination die größte Scope-3-Position. Sie sind der Hauptgrund für sinkende Tourismusakzeptanz in der Bevölkerung, und gerade zu ihnen liegen am seltensten Daten vor.

Auf der ökonomischen Seite erfragen wir die Gästesicht: Wie wichtig war das Ticket für die Wahl des Urlaubsziels? Würde der Gast ohne Ticket öffentlich fahren? Was erwartet er beim nächsten Urlaub an Mobilitätsangebot? Diese Antworten sind das Material, mit dem Salzburg entscheiden kann, ob das Ticket ein Klimainstrument, ein Vertriebsargument oder beides ist.

Was neu dazugekommen ist

Individuelle Empfehlungen direkt am Handy des Gastes und mit Verlinkung zu salzburg-erfahren.at

Ursprünglich endete die Auswertung beim CO₂-Ergebnis. Inzwischen endet sie mit einer Aktivitäts-Empfehlung.

Rund 100 Ausflugsziele und Erlebnisse sind hinterlegt und werden abhängig von den Angaben des Gastes ausgespielt. Damit lassen sich Ziele und Veranstaltungen nach vorne holen, die sonst im Schatten der bekannten Namen stehen. Für eine Region, die im Sommer an ein paar Punkten überläuft und ein Tal weiter Kapazität frei hat, ist das ein weiterer Baustein gegen unbalanced Tourism.

Für die Verantwortlichen in der Region analysieren wir, welche Herkunftsregionen und welche Gruppenarten auf welche Angebote klicken. Familien aus Bayern reagieren anders als Paare aus den Niederlanden, und beide anders als Wochenendgäste aus dem Umland. Aus diesen Mustern werden Kampagnen, die dort laufen, wo die Gäste tatsächlich herkommen, Budgets, die nicht mehr nach Gefühl auf Quellmärkte verteilt werden, und eine Ansprache, die zum jeweiligen Ausflugsziel passt.

Wir liefern dafür keinen Bericht. Wir sitzen mit am Tisch und begleiten den ganzen Weg, bis zu den drei Maßnahmen die als nächstes laufen.

Warum vionmo anstelle größerer IT-Unternehmen im Tourismus

Entlang des laufenden Projekts: Wünsche und Ideen zur Weiterentwicklung kamen natürlich immer wieder auf. Ein zusätzliches Feld, eine andere Sortierung der Empfehlungen, eine Idee aus dem Alltag eines Tourismusverbands, ein zusätzlicher Erhebungs-Kanal.
Wir haben diese Anpassungen in weniger als zwei Wochen umgesetzt.

Für unsere Kund:innen heißt das, dass eine Idee noch in derselben Saison wirksam wird und nicht im nächsten halbjährlichen Release landet. Für uns heißt es, dass wir die Lösung an die Gegebenheiten vor Ort anpassen statt umgekehrt.

Was wir nicht sagen können

Ein Klick auf ein Ausflugsziel ist ein Klick, kein Besuch. Ob der Gast tatsächlich hinfährt, wissen wir erst, wenn wir die Daten mit Ticketing, Zähldaten oder Eintritten am Ziel verschneiden. Genau an diesen Verschneidungen unterschiedlicher Datenquellen arbeiten wir (siehe Blogbeitrag zur Formel 1 in Spielberg).

Wir erreichen primär diejenigen Gäste, die sich für das Ticket interessieren. Wer mit dem Auto anreist und nicht rechts, nicht links schaut, taucht in dieser Datenbasis nicht auf. Für solche Verzerrungen sind wir sensibel und weisen sie transparent aus.
Die Datenbasis ist trotzdem unerreicht in Österreichs Tourismus bisher.

Für wen das interessant ist

Wenn Sie einen Verkehrsverbund, einen Tourismusverband oder eine Landestourismusorganisation verantworten, kennen Sie die Ausgangslage: Ein Mobilitätsangebot steht zur Diskussion oder ist bereits beschlossen, die Wirkung lässt sich schwer belegen. Genau an dieser Stelle sind wir eingestiegen. Wir liefern Daten und Einordnungen der Tourismusmobilität, sowie neue Einblicke in die Gästestruktur für Regionen und ganze Länder, die Mehrwert in der stretegischen Ausrichtung, Kommunikation und Angebotsgestaltung schaffen.

Wir zeigen das Projekt gerne im Detail, mit den Fragebögen, den Auswertungen und den Maßnahmen, die daraus entstanden sind.
Ein Gespräch dauert eine halbe Stunde - Jetzt Vereinbaren.

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