Mobility Insights #23: Kärntens Gästekarte wird zum Öffi-Ticket

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Guten Morgen aus Innsbruck,

am Wochenende startet traditionell das erste FIS Ski-Rennen in Sölden. Ein Zeichen, dass auf den Gletschern die Lifte schon laufen, die meisten anderen Skigebiete starten Anfang Dezember. Diese Ausgabe dreht sich darum, wie Gäste in den Winterurlaub kommen: neue Direktzüge nach Tirol, Kärntens Gästekarte als Öffi-Ticket, zwei große Bahnsperren ab Februar und drei Regionen, in denen das Öffi-Ticket gleich mit dem Skipass oder der Buchung kommt. Und bei uns gibt es Neues in eigener Sache: Zwei neue Gesichter verstärken seit Kurzem unser Team.


Viel Freude beim Lesen!

📰  News & Entwicklungen

Tirol: neue Direktzüge aus Deutschland für den Winter

Ab der Wintersaison 2026/27 fährt täglich ein ICE von Hannover direkt nach Innsbruck. Samstags kommt von 13. Dezember bis 4. April ein ICE von Frankfurt an den Arlberg dazu, St. Anton erreicht er um 12:43 Uhr. Der Nachtzug Urlaubs-Express fährt aus Hamburg zwölfmal statt bisher achtmal. Die Tirol Werbung beschreibt dazu die ganze Kette bis zur Unterkunft, vom Bahnhofshuttle über Haus-zu-Haus-Gepäck bis zu den Öffis in der Gästekarte. Für Destinationen heißt das: Die Züge kommen, über den Urlaub entscheidet der letzte Kilometer bis zur Unterkunft. (Quelle: Tirol Werbung)

Februar bis Juli 2027: Deutsches Eck und Tauerntunnel gesperrt

ACHTUNG: Von 8. Februar bis 9. Juli 2027 ist das Deutsche Eck zwischen Freilassing und Rosenheim komplett gesperrt. Das betrifft uns auch als Team massiv. Wer aus dem Osten Österreichs nach Tirol fährt, nimmt den Schienenersatzverkehr (rund 60 Minuten länger) oder die Railjet-Umleitung über Bischofshofen (rund 90 Minuten länger bis Innsbruck). Verbindungen zwischen München und Tirol sind nicht betroffen. Im selben Zeitraum ist der Tauerntunnel gesperrt, zwischen Bischofshofen und Spittal-Millstättersee fahren Ersatzbusse im Stundentakt. Beide Sperren beginnen mitten in der Hochsaison. Destinationen in Tirol, Vorarlberg und Kärnten sollten ihre Anreiseinfos jetzt anpassen, solange Gäste noch buchen. (Quelle: Tirol Werbung, Kärnten Werbung)

Kärnten: Ab 1. November ist die Gästekarte das Öffi-Ticket

Ab 1. November ersetzt Kärnten die bisherige Orts- und Nächtigungstaxe durch eine landesweit einheitliche Aufenthaltsabgabe von 4,50 Euro pro Nacht, bisher waren es 2,70 Euro. 90 Cent davon fließen als Mobilitätsbeitrag in die Öffis. Dafür fahren Urlaubsgäste mit fast allen öffentlichen Verkehrsmitteln im Land gratis, inklusive Rufbussen und Sammeltaxis, mit der S-Bahn sogar bis Lienz. Den Code fürs digitale Ticket gibt es beim Check-in. Kärnten ist damit nach Salzburg das zweite Bundesland mit einer flächendeckenden Gästekarte für den öffentlichen Verkehr. Uns freut das besonders: In Salzburg dürfen wir die Wirkung des Guest Mobility Ticket begleiten, jetzt zieht Kärnten nach. (Quelle: ORF Kärnten, Kärnten Werbung)

⚡️ vionmo News: Was gibt's bei uns Neues?

Nadine Blaas verstärkt uns in Kunst & Kultur: Nadine ist neu im Team und verantwortet bei uns ausschließlich den Bereich Kunst & Kultur. Sie bereichert uns mit Erfahrung an unterschiedlichsten Stellen in Museen. Ihren ersten großen Auftritt hatte sie letzte Woche beim Österreichischen Museumstag: In der Aktuellen Stunde hat sie unseren Zugangscheck für Museen vorgestellt.

Paul Ringler ist unser neuer Senior Researcher: Paul bringt 18 Jahre Erfahrung in Daten und Statistik mit. Zuvor war er bei Foresight (vormals SORA-Institut) und hat dort Mobilitäts- und Energieprojekte geleitet. Für unsere Kund:innen ist er Ansprechpartner für Umsetzung, Methodik und Datenqualität und hilft so bei vermehrt datengestützten Entscheidungen. 

Team-Klausur mit Trampolin, Bowling und KI: Den Montag haben wir ganz unter Spiel & Spaß gestellt: Trampolinspringen im Flip Lab, ein Besuch bei der 5-Jahres-Feier von POINT& und danach Bowling beim Kugeltanz. Am Tag darauf stand unser gemeinsamer Arbeitstag ganz im Zeichen des sicheren Umgangs mit KI.

 

HAPPY BIRTHDAY, liebes POINT&-Team! 
Danke für die Zusammenarbeit!

© Point&

🏔️  Best Practice: Nachhaltiger Tourismus im Alltag

1. Dorfgastein: Der Skipass ist auch der Fahrschein

Wer in Dorfgastein eine Stunden-, Tages- oder Mehrtageskarte kauft, fährt kostenlos mit Bus und Bahn innerhalb des Landes Salzburg an und ab. Mit der Skipass-Nummer holen sich Gäste online ein An- und Abreiseticket, der Skibus zur Talstation hält direkt am Bahnhof und ist auf den ÖBB-Fahrplan abgestimmt. Möglich macht das eine Kooperation der Dorfgasteiner Bergbahnen mit dem Salzburger Verkehrsverbund und dem Land Salzburg. Der Hebel liegt in der Verknüpfung: Wer den Skipass kauft, hat den Fahrschein gleich mit. (Quelle: Dorfgasteiner Bergbahnen, Ski amadé)

2. MVV-Skipass: Zug, Bus und Lift in einem Ticket

Der Münchner Verkehrsverbund verkauft seit der Saison 2023/24 einen Skipass, der Hin- und Rückfahrt mit allen MVV-Verkehrsmitteln und den Tagesskipass für Brauneck, Spitzingsee und Sudelfeld verbindet, seit Jänner 2026 auch für Garmisch-Classic und die Zugspitze. Im vergangenen Winter kostete er für Erwachsene am Brauneck 64,50 Euro. Die kostenlosen Skibusse ab den Zielbahnhöfen stehen inzwischen in der MVV-Fahrplanauskunft. Laut MVV spart eine Fahrt von München nach Garmisch-Partenkirchen mit Bahn und Bus rund 10 kg CO₂ gegenüber dem Auto. Ein kleines Detail mit Wirkung: Der Skibus erscheint dort, wo Gäste ihre Verbindung suchen. (Quelle: MVV)

3. Oberengadin: Das Öffi-Ticket kommt mit der Buchung

Wer im Oberengadin mehr als eine Nacht in einem teilnehmenden Hotel oder einer Ferienwohnung bucht, fährt kostenlos mit Engadin Bus, PostAuto, Ortsbus St. Moritz und der Rhätischen Bahn zwischen Maloja und Cinuos-chel. Seit Mai 2025 gilt das Ticket auch für die An- und Abreise innerhalb dieses Gebiets. Die Unterkunft schickt es den Gästen schon vor der Anreise per E-Mail. Diesen Winter gilt das Angebot von 1. November bis 30. April. Wer das Öffi-Ticket vor der Abreise in der Mailbox hat, plant den Urlaub von Anfang an ohne Auto. (Quelle: Engadin Tourismus, engadin mobil)

📈 ZAHL DER WOCHE

21,33 Mio

So viele Ankünfte zählte Österreich in der Wintersaison 2025/26, um 3,4 % mehr als im Jahr davor und der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen 1973/74. Wie diese Gäste angereist sind, erfasst die Beherbergungsstatistik nicht.
(Quelle: Statistik Austria, Pressemitteilung vom 29.05.2026 (PDF))

📅 Nächste Woche

Di, 27. Oktober, 15:30 Uhr: Kunst- & Kulturaustausch mit dem KIMUS Graz

Unsere monatliche Online-Austauschrunde für Museen und Kultureinrichtungen geht in die vierte Ausgabe. Zu Gast ist Barbara Lamot vom KIMUS Graz. Mit ihr sprechen wir über ihre Rolle als Nachhaltigkeitsbeauftragte, ihre Erfahrungen mit der CO₂-Bilanzierung, die Tatsache, dass Mobilität der größte Emissionsfaktor ist, und die Besonderheiten eines Kindermuseums. Die Teilnahme ist wie immer kostenlos und unverbindlich, bis 16:15 Uhr.

Mi, 28. Oktober: Mobility & Tourism Innovations Tirol

Am Tag darauf stellen sich im Landhaus Innsbruck die ausgewählten Projekte der Initiative vor, die wir mit POINT&, dem Land Tirol, der Tirol Werbung und dem Verkehrsverbund Tirol tragen. Was wir von dort mitnehmen, lest ihr in der nächsten Ausgabe.

 

Mehr Direktzüge, Ersatzbusse ab Februar, Skipässe, die gleichzeitig Fahrscheine sind: Die Anreise in den Winterurlaub verändert sich an vielen Stellen zugleich. Wer jetzt die Anreiseinfos auf der eigenen Website und in der Buchungsbestätigung prüft, erreicht Gäste, bevor sie ins Auto steigen.

Wir freuen uns auf eure Meinung 💬

Wollt ihr auch lernen, wie Eure Gäste ohne Auto zu euch finden? Antwortet einfach auf diese Mail.

Viele Grüße,

Michael von vionmo

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37.000 Dateneingaben in einer Sommersaison: vionmo und das Guest Mobility Ticket in Salzburg