Mobility Insights by vionmo I April 26 - KW 14

© Franz Gerdl

Liebe Leser:Innen,

Die Wintersaison neigt sich dem Ende zu und Ostern steht vor der Tür. Die ersten Bergbahnen stellen schon auf Sommerbetrieb um. Es gibt zwei ideale Zeitpunkte um mit Mobilitätsdatenerhebungen loszulegen. Die bevorstehende Zwischensaison ist einer davon. Wer verstehen will, wie seine Gäste wirklich ankommen, sollte die Pause nutzen, um einen Prozess zur Datenerhebung zu etablieren.

Dazu: Ein Blick auf Kärnten, wo Green Events und Green Locations gerade Fahrt aufnehmen.

Viel Freude beim Lesen!

📰 News & Entwicklungen

Bergbahnen: Vom Skibetrieb direkt in die Sommersaison

Der Trend ist klar: Österreichische Bergbahnen verkürzen die Pause zwischen Winter- und Sommersaison immer weiter. In Niederösterreich öffneten erste Bike-Parks bereits Ende März 2026 ihre Anlagen. Noch während manche Skigebiete im Hochgebirge den Betrieb aufrechterhalten. Für Destinationen bedeutet dieser nahtlose Übergang zweierlei: Das Mobilitätskonzept muss ganzjährig gedacht werden, und die Gästezusammensetzung verändert sich von Ausgabe zu Ausgabe. Wer nicht weiß, wer tatsächlich anreist und wie, plant ins Leere.

Hintergrund: Von den 250 österreichischen Seilbahnen sind 205 auch im Sommer in Betrieb. Die Sommersaison wurde in den letzten Jahren auf rund 130 Betriebstage ausgedehnt.

→ Quelle: WKO Fachverband Seilbahnen / Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen

Kärnten & Koralmbahn: Neue Chancen für nachhaltige Events

Mit der Eröffnung der Koralmbahn im Dezember 2025 ist Graz von Klagenfurt aus in nur 42 Minuten erreichbar. Das vergrößert den Einzugsbereich für Tagungen und Events im Süden Österreichs erheblich und macht Kärnten zu einem attraktiveren Standort für nachhaltige Veranstaltungsformate. Die Kärntner Tourismusakademie hat darauf reagiert und bot Ende März 2026 eine praxisorientierte Fortbildung zu Green Events und Green Locations mit uns bei vionmo an, kostenfrei für interessierte Betriebe. Ziel: Kärnten als nachhaltigen Eventstandort für den neuen, größeren Markt fit machen.

→ Quelle: Mein Klagenfurt – Kärnten setzt mit Koralmbahn auf nachhaltige Eventwirtschaft

⚡️ vionmo News: Was gibt's bei uns Neues?

Neue Leitfäden: vionmo entwickelt Green Events & Green Locations für Kärnten

Gemeinsam mit dem Netzwerk Nachhaltiges Kärnten (NDK) und der ARGE Naturerlebnis hat vionmo zwei praxisnahe Leitfäden entwickelt, die ab sofort auf der offiziellen Plattform des Landes Kärnten verfügbar sind: einen für nachhaltige Events und einen für nachhaltige Locations.

Die Leitfäden übersetzen die Anforderungen des Österreichischen Umweltzeichens in konkrete, sofort umsetzbare Maßnahmen – mit Checklisten, Best-Practice-Beispielen aus Kärnten und klaren Handlungsempfehlungen. Sie richten sich an Veranstalter:innen, Betriebe und Gemeinden, die Nachhaltigkeit bei Events ernst nehmen – mit oder ohne formale Zertifizierung.

Die Leitfäden sind kostenlos als PDF verfügbar. Für Kärntner Betriebe gibt es ergänzend Förderangebote und Beratung über das NDK.

→ Quelle: Leitfäden Green Events & Green Locations auf kaernten.at

Lehrgang Wirksame Events – Modul 2: 28. & 29. Mai in Innsbruck

Am 28. und 29. Mai findet in Innsbruck das zweite Modul unseres Lehrgangs "Wirksame Events" statt – in Kooperation mit der Universität Innsbruck. Zwei intensive Tage rund um die vier Themen, die in der Eventpraxis am häufigsten unterschätzt werden: Greenwashing erkennen & vermeiden, Green Events & Green Locations, nachhaltige Verkehrskonzepte & Mobilität sowie Crowdmanagement.

Das Modul ist eigenständig buchbar – kein Vorwissen aus Modul 1 erforderlich. Wer beide Module absolviert, erhält ein Zertifikat der Universität Innsbruck. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt.

Highlight Tag 2: Live-Demo des vionmo Mobility Insights Tools – direkt anwendbar auf eigene Events. Teilnahme: 550 Euro. In vielen Bundesländern förderbar (z.B. Tiroler Bildungsgeld).

→ Quelle: Jetzt anmelden – Lehrgang Wirksame Events

Modul 1 - Lehrgang wirksame Events

🏔️ Best Practice: Nachhaltiger Tourismus im Alltag

1. Saisonpause als Datenerhebungsfenster nutzen

Die Wochen zwischen Winterabschluss und Sommereröffnung sind das unterschätzteste Zeitfenster im Tourismus. Kein Hochbetrieb, aber die Infrastruktur steht. Genau jetzt lassen sich Befragungen, Zählungen und Mobilitätschecks vorbereiten – ohne Stress und mit Zeit zum ordentlichen Aufsetzen. Wer im Mai/Juni mit einem ordentlichen Set-Up in die Sommersaison startet, kann sein Angebot über die nächsten Jahre entwickeln: Welche Gäste kommen mit Bahn oder Bus? Wie wird die letzte Meile bewältigt? Wo sind die Engpässe?

Praxistipp: Eine strukturierte Mobilitätsbefragung direkt nach Saisonende – mit wenigen Fragen, kurzer Laufzeit – liefert genau die Grundlage, die Förderanträge und Nachhaltigkeitsberichte brauchen.

2. KlimaTicket + Bergbahn-Rabatt als Kommunikationshebel

52 österreichische Sommer-Bergbahnen bieten KlimaTicket-Inhaber:innen bereits 10 Prozent Ermäßigung auf Berg- und Talfahrten. Das ist mehr als ein nettes Angebot – es ist ein Argument, das in der Buchungskommunikation funktioniert. Wer im Newsletter, auf der Website oder in der Buchungsbestätigung aktiv auf diese Kombination hinweist, senkt die Hemmschwelle zur nachhaltigen Anreise und bindet eine wachsende Zielgruppe: Rund 40 Prozent der österreichischen Haushalte besitzen mittlerweile mindestens eine Öffi-Jahreskarte.

→ Quelle: Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen – KlimaTicket-Kooperation

(c) Klimaministerium

3. Green Events: Mobilität als erstes Planungselement setzen

Das Claudia-Lösch-Modell der Olympiaworld zeigt es beispielhaft: Nachhaltige Eventmobilität gelingt nicht durch Appelle, sondern durch Strukturen. Konkret heißt das: Kombiticket mit dem ÖV anbieten, Parkgebühren als Lenkungsmittel einsetzen, Anreise-Infos in jedes Posting integrieren, ohne großen manuellen Mehraufwand.

Wir freuen uns dies bereits in Vorarlberg und Salzburg Partner zu haben, die das super umsetzen. Für alle im Westen Österreichs: am 13. Mai gibt es auch die Möglichkeit beim “ghörig feschta”-Stammtisch in Hard mehr zu erfahren. Hier geht’s zur Anmeldung.

📈 Zahl der Woche

🌞 GOOD NEWS  205 von 250 – so viele österreichische Seilbahnen sind im Sommer in Betrieb. Die Sommersaison wurde in den letzten Jahren auf durchschnittlich 130 Betriebstage ausgedehnt. Das ist eine Verdopplung der Gästezahlen und Umsätze innerhalb von zehn Jahren. Mobilität ist dabei der entscheidende Baustein: Wer im Sommer anreist, kommt seltener mit dem Auto als im Winter, wenn das Angebot stimmt. (Quelle: WKO / Fachverband Seilbahnen)

Zum Abschluss

Die Botschaft dieser Ausgabe ist eigentlich einfach: Saisonübergänge sind Chancen. Für Datenerhebungen, für neue Mobilitätsangebote, für den ersten Schritt in Richtung Green Event. Die Leitfäden, die vionmo für Kärnten mitentwickelt hat, zeigen: Nachhaltigkeit bei Events braucht keine Zertifizierung als Einstiegshürde, sondern einen klaren ersten Schritt.

Wer jetzt die richtigen Fragen stellt, hat im Sommer die richtigen Antworten. Wir freuen uns auf Eure Meinung! 💬

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Wir wünschen frohe Ostern und viele Grüße!

Michael und dein vionmo Team www.vionmo.com

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